Sportclub

Hof am Leithaberge

gegründet 1929

Erfolg in Unterwaltersdorf

Am heißen Sonntag-Muttertag hieß der Gegner Unterwaltersdorf, ein Verein, der zur Zeit um seine Erstklassigkeit kämpft. Daher war die Ausgangslage klar: Unterwaltersdorf muss unbedingt punkten, wenn es nochmal die Kurve kriegen wollte, ein Sieg wäre Goldes wert. Wir hingegen müssen nicht, sollten aber punkten, um uns endgültig der Abstiegssorgen entledigen zu können, dabei wäre mit einem Unentschieden schon viel erledigt.

Unser Personalproblem beschränkte sich diesmal auf das Fehlen der Langzeitverletzten Kosch und Hinterteiner, auch Kusolitsch war noch nicht fit. Putz hatte die Dress zwar an, nahm allerdings wieder auf der Bank Platz. Kraus und Karner liefen auf, zwar mit Trainingsrückstand, aber beide immer noch eine Bereicherung für die erste Elf.

Der Beginn des Spiels gestaltete sich trotz heißer Temperaturen temporeich, dennoch schaffte es zunächst keine der beiden Mannschaften, wirklich gefährlich zu werden. Das Vorwärtsspiel fand auf beiden Seiten entweder vor dem Strafraum sein abruptes Ende oder mündete in einen Eckball, der schlussendlich nichts einbrachte. Dadurch ergaben sich ein, zwei Halbchancen auf beiden Seiten, allerdings nichts, was sich im Resultat niederschlagen konnte. Einen Aufreger vor der Halbzeit gab es noch, als ein gegnerischer Stürmer mit den Beinen voraus auf Pressl rutschte, der gerade dabei war den Ball zu sichern. Aufregung und zwei gelbe Karten waren die Folge. Halbzeitstand 0:0.

Nach der Pause wurde das Spiel etwas interessanter. Die Spielanteile stiegen für unsere Mannschaft etwas an, jedoch blieb die Ausbeute mager. Den Paukenschlag für den zweiten, hitzigeren Teil des Spiels setzten unerwartet die Unterwaltersdorfer. In der 63. Minute spielte der Tabellenletzte eine sehenswert schöne Aktion aus dem Mittelfeld zu Ende - 1:0. Hier gab's nichts zu meckern, ein sehr gut gespielter Treffer und viel erleichternder Jubel bei der Mannschaft, die nachwievor um den Abstieg ringt. Der Treffer bewirkte, dass sich Unterwaltersdorf weit in die eigene Hälfte zurückzog. Unser Team hatte damit mehr Platz im Mittelfeld. Mit jeder Minute hatte unser Team gefühlt mehr vom Spiel. Nur Chancen waren nachwievor Mangelware. Ein aus einem Foul resultierender Standard sollte dann den Ausgleich richten. Cavkic zirkelte das Leder aus ca. 25, 30 Metern mit dem Innenrist an der Mauer vorbei in den Winkel, den eigentlich der Schlussmann bewachen sollte. Der Ausgleich kam aus unserer Sicht wie gerufen und noch rechtzeitig genug, um noch auf den Siegtreffer zu drängen. Der Gegner schien zwar ob der Abstiegsgefahr nervöser, konnte spielerisch aber nicht allzuviel entgegnen. Minuten nach dem Ausgleich zückte der Schiedsrichter dann noch den roten Karton für einen Gastgeber nach einem Foulspiel. Harte Entscheidung, denn von meiner Warte aus war das Foul durchaus gelbwürdig, aber Rot war übertrieben. Wie dem auch sei, der ohnehin spielerisch unterlegene Gegner war nun auch numerisch dezimiert. Dies schaffte uns nochmals die vielzitierte zweite Luft, hier musste doch noch etwas gehen. Beim Gegner machte sich Frust breit, das bemerkte man innerhalb, als auch außerhalb des Spielfelds durch kleine Metzelein und Rangeleien. Von Muttertäglicher Höflichkeit war auch verbal nur noch wenig zu merken, das Vokabular hatte seine jugendfreie Zeit nun endgültig hinter sich gelassen.

Um die Minute 80 dann ein sich jagendes Ereignis nach dem anderen. Zunächst ließ Unterwaltersdorf einen Riesensitzer aus. Gleich zwei Stürmer versemmelten alleinstehend vor Pressl die Chance. Dann rammte Knoll nach einem Konter dem wankenden Gegner den Pflock mitten ins Herz: Tor für Hof, 1:2. Unmittelbar danach kam es zu einem Gelb-Foul vom stark spielenden Steirer, wofür er auch Gelb erhielt. Die sich mehr erhoffenden Unterwaltersdorfer ergaben sich nun endgültig ihrem Frust und ließen auf der Tribüne die Fäuste sprechen. Auf dem Spielfeld zeichnete sich der Dolm des Tages, UWs Stürmer mit der Rückennummer Nummer 7, aus. Er trat gleich in mehreren Situationen gegen die Beine Pressls - ob der Ball zugegen war oder nicht, hatte ihn nicht sonderlich tangiert. Der weitere Spielverlauf zeichnete sich nur noch durch Gehässigkeiten aus, eines Sports eigentlich nicht würdig, daher lassen wir diesen Teil hier einfach aus.

Wie dem auch sei, 3 wichtige und unterm Strich auch glückliche Punkte aus Hofer Sicht, die alle Abstiegssorgen in den Sommerurlaub schickten. Unterwaltersdorf ist nun von der Nichtabstiegszone genauso weit weg wie wir vom dritten Tabellenplatz, nämlich 7 Punkte. Angesichts des Restprogramms von noch 12 zu holenden Zählern ist das eine Mission Impossible.

Wir schauen mal, was im restlichen Programm noch drin ist.

Fotos vom Spiel:
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